Günstiges Mittagessen im Praktikum So sparst du im Arbeitsalltag

Ein belegtes Brötchen am Morgen, mittags etwas vom Imbiss und am Nachmittag noch ein Kaffee mit den Kollegen. Einzelne Beträge wirken zunächst klein. Nach einem Monat im Praktikum kann sich daraus jedoch eine überraschend hohe Summe ergeben. Gerade wenn deine Praktikumsvergütung überschaubar ist, lohnt es sich deshalb, beim Mittagessen etwas genauer hinzuschauen.

Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag Nudeln von zu Hause mitbringen oder gemeinsame Mittagspausen mit dem Team ablehnen musst. Mit etwas Planung kannst du beim Mittagessen im Praktikum sparen, ohne auf Abwechslung oder gemeinsame Pausen zu verzichten. Oft reichen schon kleine Veränderungen, damit am Monatsende deutlich mehr Geld übrig bleibt.

Rechne zuerst aus was dein Mittagessen wirklich kostet

Wie viel Geld gibst du an einem normalen Arbeitstag für Essen und Getränke aus? Viele können diese Frage nicht genau beantworten. Gerade kleine Ausgaben fallen im Alltag kaum auf.

Ein Beispiel zeigt, wie schnell sich die Kosten summieren können. Gibst du jeden Arbeitstag zehn Euro für dein Mittagessen aus und arbeitest an 20 Tagen im Monat, kommst du bereits auf 200 Euro. Dazu kommen vielleicht Kaffee, Getränke oder kleine Snacks.

Du musst deshalb nicht komplett auf gekauftes Essen verzichten. Ein festes Budget kann dir aber helfen. Überlege dir zum Beispiel am Anfang des Monats, wie viel Geld du für Essen während der Arbeit ausgeben möchtest.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Mischung aus selbst mitgebrachtem und gekauftem Mittagessen. Wenn du nur zweimal pro Woche auswärts isst und an den anderen Tagen etwas mitbringst, kannst du deine Ausgaben bereits deutlich reduzieren.

Beobachte deine Kosten dafür zunächst eine Woche lang. Notiere jedes Mittagessen, jeden Kaffee und jeden Snack. Danach kannst du viel besser einschätzen, an welchen Stellen du sparen möchtest.

Vorkochen spart Geld und morgens Zeit

Selbst mitgebrachtes Essen gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, die Kosten im Praktikumsalltag zu reduzieren. Du musst dafür nicht jeden Abend aufwendig kochen.

Bereitest du ohnehin ein Abendessen zu, kannst du einfach eine zusätzliche Portion kochen. Diese kommt in eine Dose und ist am nächsten Tag dein Mittagessen. Besonders Reisgerichte, Nudeln, Suppen, Salate oder verschiedene Gemüsegerichte eignen sich dafür.

Eine andere Möglichkeit ist, mehrere Portionen auf einmal vorzubereiten. Dadurch musst du nicht jeden Abend neu überlegen, was du am nächsten Tag mitnimmst.

Prüfe vorher, welche Möglichkeiten dein Praktikumsbetrieb bietet. Gibt es einen Kühlschrank? Steht eine Mikrowelle zur Verfügung? Gibt es eine Küche oder einen Aufenthaltsraum? Mit diesen Informationen kannst du dein Essen besser planen.

Auch Snacks lassen sich günstig vorbereiten. Obst, belegte Brote, Joghurt oder Gemüse kannst du bereits zu Hause einpacken. Dadurch musst du nicht jedes Mal zum Bäcker oder Supermarkt gehen, sobald am Nachmittag der Hunger kommt.

Eine wiederverwendbare Trinkflasche kann ebenfalls sinnvoll sein. Wenn dein Betrieb Trinkwasser zur Verfügung stellt, musst du nicht jeden Tag Getränke kaufen.

Kantine und Supermarkt können gute Alternativen sein

Nicht jeder möchte täglich Essen von zu Hause mitbringen. Das musst du auch nicht. Schau dich in der Umgebung deines Praktikumsbetriebs nach günstigen Möglichkeiten um.

Falls dein Unternehmen eine Kantine hat, solltest du die Preise prüfen. Teilweise gibt es dort günstige Gerichte für Mitarbeitende. Frage auch nach, ob diese Konditionen für Praktikanten gelten.

Ein Supermarkt in der Nähe kann ebenfalls eine Alternative zum täglichen Restaurantbesuch sein. Dort findest du häufig Salate, belegte Brote oder andere fertige Mahlzeiten. Noch günstiger wird es meistens, wenn du einzelne Zutaten kaufst und dein Mittagessen selbst zusammenstellst.

Vergleiche außerdem verschiedene Angebote in der Umgebung. Vielleicht gibt es ein günstiges Mittagsangebot, das du bisher nicht kennst.

Trotzdem solltest du nicht jeden Mittag nur nach dem niedrigsten Preis entscheiden. Essen soll satt machen und dir genügend Energie für den restlichen Arbeitstag geben. Ein sehr günstiger kleiner Snack hilft wenig, wenn du eine Stunde später wieder Hunger hast und erneut Geld ausgibst.

Gemeinsames Mittagessen muss nicht teuer sein

Die Mittagspause hat im Praktikum noch eine weitere Funktion. Sie ist eine gute Gelegenheit, deine Kollegen besser kennenzulernen und dich in das Team zu integrieren. Deshalb wäre es schade, gemeinsame Mittagessen grundsätzlich abzulehnen, nur weil du Geld sparen möchtest.

Stattdessen kannst du bewusst auswählen. Vielleicht nimmst du an einem oder zwei Tagen pro Woche etwas mit und gehst an einem anderen Tag mit deinen Kollegen essen. Dadurch kombinierst du Sparen und sozialen Austausch.

Wenn deine Kollegen häufig Essen holen, kannst du auch dein eigenes Mittagessen mitnehmen und trotzdem gemeinsam mit ihnen Pause machen. Entscheidend ist nicht, dass alle dasselbe essen.

Du musst dich außerdem nicht dafür rechtfertigen, wenn du auf deine Ausgaben achtest. Gerade während Studium, Ausbildung oder Praktikum ist ein begrenztes Budget völlig normal.

Am meisten sparst du langfristig nicht durch einen einzelnen besonders günstigen Tag, sondern durch eine einfache Routine. Plane deine Mahlzeiten grob für die Woche, koche gelegentlich eine Portion mehr und setze dir ein realistisches Budget. Gleichzeitig kannst du dir bewusst Tage erlauben, an denen du mit deinem Team essen gehst oder dir etwas holst. Schau am besten einmal nach, was du in der vergangenen Arbeitswoche tatsächlich für Mittagessen, Getränke und Snacks ausgegeben hast. Schon diese kleine Rechnung zeigt dir meistens schnell, wo du sparen kannst, ohne dass deine Mittagspause darunter leiden muss.