Richtig lernen – Methoden für deine nächste Klausur

Die Prüfungen stehen vor der Tür und du fängst langsam an darüber nachzudenken, wann und wie du lernst? Falls du noch ein paar Tipps brauchst, wie du dein Gehirn auf Hochtouren bringst, dann könnte dieser Artikel ganz interessant für dich sein.

Erster Step

Um dir erstmal einen Überblick über die Menge verschaffen zu können, solltest du dir zunächst einen Plan erstellen, in dem du vermerkst, wann du welche Inhalte lernen wirst. Wichtig ist dabei auch Puffer einzuplanen, denn meist kommt was dazwischen und ab und zu wäre es schließlich auch schön noch seine Freunde zu treffen, oder? Also, erster Step wäre einen Zeitplan anzulegen und mindestens eine Woche Puffer bis zu deiner Klausur zu lassen, sodass du Verzögerungen einplanst und eine Woche über hast, um den ganzen Stoff zu wiederholen und nochmals aufzufrischen.

Vorgang beim Lernen

Du hast also den Zeitplan erstellt und somit den ersten Schritt getan. Das Skript zum Zusammenfassen ist geöffnet und was jetzt? Du könntest zunächst einmal über die Folien drüberschauen und dir in einer Mind Map notieren, was hängen geblieben ist. So fragst du dein Gehirn ab und trainierst die „Wiederfindewege“. Um ein umfangreiches Bild zu erhalten, solltest du dann dein Aufgeschriebenes mit den Folien vergleichen und gegebenenfalls ergänzen. Auf diesem Wege hast du einen Themenbereich visuell aufbereitet- was sich das Gehirn oft besser merken kann als eine bloße Infosammlung. Wenn du mehr ins Detail gehen möchtest, bieten sich Karteikarten an auf denen du Inhalte tiefergehend vermerken kannst. Das Gute ist – Karteikarten kannst du beim Wiederholen dazu verwenden dich eigenständig nach Themengebieten abzufragen. Wenn du einen Fachbereich nach diesem Prinzip abgearbeitet hast, dann kannst du am Ende dieser Lerneinheit ein DIN A4-Merkblatt erstellen, auf dem du nochmals die wichtigsten Punkte zusammenfasst. Ist wahrscheinlich mehr Arbeit als das bloße Ablesen eines einmal zusammengefassten Skriptes- auf diesem Wege gestaltest du das Lernen jedoch aktiv und dein Gehirn kann durch die unterschiedlichen Formate mehr aufnehmen.

Umgebung beim Lernen

Gut, dann haben wir jetzt eine Möglichkeit gefunden, wie du Themengebiete bearbeiten könntest. Doch wie ist das mit der Umgebung beim Lernen? Am Schreibtisch oder an öffentlichen Plätzen? Das ist wohl eher eine Typ-Sache. Um herauszufinden, zu welchem Typ Mensch du gehörst, könntest du in deiner ersten Lern-Woche austesten, wo du dich besser konzentrieren kannst – An deinem Schreibtisch oder in der Uni-Bibliothek. Was jedoch für jeden Ort gilt ist: Benachrichtigungssysteme ausschalten! Zumindest in den Phasen, in denen du lernst. Wenn du Pausen machst, die übrigens nach spätestens 60 bis 90 Minuten gemacht werden sollten, kannst du WhatsApp, dein Mail-Programm usw. natürlich wieder anschalten.

Außerdem zu beachten ist…

Was außerdem wichtig ist, ist sich selbst zu belohnen nach Erreichung eines gesetzten Ziels. Ob es nun ein Filmabend mit Freunden, eine Partynacht oder ein einfacher Schokoriegel ist. Generell gilt es nicht bis tief in die Nacht zu lernen und sich mit Kaffee vollzupumpen, sondern sich und seinem Körper genügend Schlaf zu gönnen. Themengebiete, denen du dich nicht so gerne widmest, solltest du außerdem an den Anfang deiner Lern-Session setzen, da du zu diesem Zeitpunkt noch am konzentriertesten bist. Und außerdem hast du’s dann auch hinter dir! Komplexe Sachverhalte lohnt es sich nochmals vor dem Einschlafen anzuschauen. Der Inhalt deines Lernzettels wird zwar nicht über Nacht von deinem Gehirn aufgesaugt, da du aber im Schlaf viel verarbeitest, gilt das eben auch für den Lernstoff. Er setzt sich ab und am nächsten Tag gehst du mit einem anderen Blick an diese Zusammenfassung heran.

Bulimie-Lernen

Um nicht in „Bulimie-Lernen“ zu verfallen: Sich den Lernstoff innerhalb kürzester Zeit und, seien wir ehrlich, nur für die Klausur zu lernen, macht wenig Sinn und ist darüber hinaus viel anstrengender als sich regelmäßig nach einer Vorlesung dem behandelten Stoff zu widmen. Anbieten würde sich dafür das Wochenende. Dafür könntest du dein Notiertest mit den Folien deines Dozenten ergänzen und schon hast du theoretisch die ersten Lernblätter vor dir liegen. Was außerdem häufig unterschätzt wird: Sachverhalte auszusprechen. Erkläre Familie oder Freunden Inhalte, somit nimmst du den Stoff besser auf, da dies nicht so passiv ist, wie Inhalte leise und im Kopf vor dir durchzulesen.

Also, wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner nächsten Lern-Session und hoffen unser Artikel hat dir ein wenig geholfen!