Das Vorstellungsgespräch:

Tag der Wahrheit


Das Bewerbungsgespräch ist bei vielen Unternehmen die letzte Hürde vor dem Job, der Ausbildung oder dem Praktikum.  Die Bewerbungsunterlagen haben das Unternehmen bereits überzeugt. Nun möchte das Unternehmen den Bewerber persönlich kennenlernen. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und sich gut präsentieren, dann ist der Job schon fast in der Tasche.

In einem anderen Artikel haben wir bereits beschrieben, warum eine Vorbereitung auf das Gespräch wichtig ist und auf was man im Vorhinein achten sollte. Wenn man nun gut vorbereitet ist und natürlich pünktlich beim Treffpunkt ankommt, dann wird es ernst. Eine genaue Anleitung für ein solches Gespräch gibt es leider nicht, da zu viele Faktoren bei jedem Gespräch individuell sind. Es kommt auf das Unternehmen, die Branche, den Gesprächspartner und dessen Stimmung an. Zuletzt ist es auch so, dass selbst bei den geübtesten und professionellsten Menschen die Sympathie zu einer Person immer eine gewisse Rolle spielt, wie ein Gespräch verläuft.

Anstatt einer genauen Anleitung haben wir ein paar Tipps und einen ungefähren Ablauf, dem die meisten Bewerbungsgespräche  folgen. So kann man sich auf gewisse Themen und Fragen einstellen und agiert so noch souveräner.

Das Ankommen und die Begrüßung

Bei der Ankunft fangen die Unterscheide bereits an. Im Normalfall wird das Gespräch in den Geschäftsräumen des Unternehmens stattfinden. Je  nach Firma und vor allem je nach deren Größe meldet man sich zu Beginn zuerst am Empfang an. Danach geht man selbst zum Gesprächspartner oder man wird von diesem am Empfang abgeholt.

Bei kleineren Firmen klingelt man oft einfach und wird dann vom entsprechenden Mitarbeiter oder dem Chef der Firma reingelassen.

Begrüßt wird eigentlich immer gleich. Ein kurzer Händedruck, beidem  man seinen Namen nennt. Das Gegenüber tut dies ebenso und sagt teils noch, welche Stellung er/sie im Unternehmen hat.  Sollte das Unternehmen nicht gerade ein kleines mit ein paar wenigen Mitarbeitern sein, besteht eine gute Chance, dass der Gesprächspartner ein ausgebildeter Personaler ist. Wenn dies so ist, sollte noch etwas von der, vielleicht bei einem selbst herrschenden, Anspannung abfallen, denn Personaler sind geübt darin solche Gespräche zu führen, auch mit Bewerbern, die wirklich nervös sind.

Das Gespräch beginnt zumeist mit etwas Smalltalk. So wird das Eis gebrochen und ein möglicher Weg zu dem Raum, wo das Gespräch stattfindet, überbrückt wird. Dabei wird wahrscheinlich etwas über die Anfahrt zum Unternehmen gesprochen, vielleicht auch kurz über das Wetter. Es bleibt auf jeden Fall sehr entspannt.

Die Vorstellung

Sobald der Ort der Bestimmung erreicht ist bzw. der Smalltalk sein Ende gefunden hat, starten fast alle Bewerbungsgespräche mit einer Vorstellung. Zumeist wird der Gesprächspartner beginnen. Entweder erhält man von ihm die Frage, was man bereits über das Unternehmen wüsste oder er stellt sich und das Unternehmen und vielleicht noch etwas die Branche und den Job bzw. die kommenden Aufgaben selbst vor. Wenn man vom Personaler nach dem Unternehmen, dem Job oder der Branche gefragt wird, möchte er/sie wissen, ob man sich vorbereitet hat und wirkliches Interesse hat.

Nachdem nun der Gesprächspartner und das Unternehmen bekannt sind, muss man selbst natürlich auch noch einen Eindruck hinterlassen. Dementsprechend gibt man eine kurze Selbstvorstellung ab. Nicht zu lange, denn im Laufe des Gespräches wird das Gegenüber noch tiefer nachbohren. Mehr über die eigene Motivation, den Werdegang und die Persönlichkeit fragen.  In seltenen Fällen wird es auch umgedreht und erst wird gewünscht, dass man ein paar Worte über sich selbst verliert und dann wird über das Unternehmen gesprochen.  

Der Hauptteil: Die Motivation, der eigene Werdegang und die Persönlichkeit

Das Nachbohren beginnt meistens direkt im Anschluss. Der Personaler möchte mehr über den Bewerber erfahren und ihm auf den Zahn fühlen.

Zuerst wird oftmals versucht die Motivation des Bewerbers herauszufinden. Zu diesem Zweck dient auch schon die mögliche Frage, was man schon über den Job oder das Unternehmen wüsste. Hier wird dann noch tiefer gegraben und es könnte auch die direkte Frage kommen, was denn die eigene Motivation sei, genau diesen Job bei genau diesem Unternehmen zu machen. Hier gilt es seine Leidenschaften für das Thema und seinen Willen zu zeigen, natürlich ohne es zu übertreiben.

Auch der eigene Werdegang ist für das Unternehmen interessant. Bei den Bewerbungsunterlagen lag natürlich ein Lebenslauf bei und dieser wird nun aufgenommen. Je nachdem auch Stück für Stück besprochen. Gerade wenn es Lücken im Lebenslauf gibt, ob nun durch eine Wiederholung eines Schuljahres, einen Aufenthalt im Ausland oder eine Auszeit, wird dort nachgefragt. Darauf sollte man gefasst sein und Antworten haben, die alles aufklären und so Missverständnisse bzw. Fehlinterpretationen vorbeugen.

Natürlich möchte ein Unternehmen auch wissen, wen man sich ins Haus holt. Entsprechend werden auch Fragen zur eigenen Persönlichkeit kommen. Gerade das Thema „Softskills“ wie die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit wird immer wichtiger. Legendär ist hier natürlich auch die Frage nach den eigenen Schwächen und Stärken.

Fragen und Abschluss

Wenn der Personaler nun genug über den Bewerber weiß, kommt das Gespräch langsam zum Ende. Nun ist noch Raum für Fragen. Bewerbungsgespräche werden heute zwar immer offener geführt und erlauben so auch Fragen an anderen Stellen, allerdings wird am Ende zumeist genau dafür noch Raum geschafft. Wenn sich im Vorfeld des Gespräches Fragen aufgetan haben, ist es ratsam diese vorzubereiten und nun zu stellen. So kriegt man nicht nur noch mehr Informationen und kann Fragezeichen rund um Job und Unternehmen streichen sondern signalisiert dem Personaler auch Interesse und dass man auch mal sich Zeit nimmt, mitdenkt und hinterfragt.

Danach wird das Gespräch sein Ende finden. Es wird noch kurz über die nächsten Schritte gesprochen. Wann meldet man sich? Wird es noch ein Gespräch geben? Manches Mal wird man auch direkt im Anschluss eine Ab oder Zusage erhalten.


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